· 

Bulgarien - Geheimtipp Sozopol

Text und Fotos: Dennis Gloth

Die Sonne entfaltet schon morgens ihre enorme Kraft über Bulgarien, als wir uns auf den Weg zum Busbahnhof am Sunny Beach machen. Um 10:20 Uhr wollen wir nach Sozopol starten. Dazu kaufen wir uns am Schalter bereits beide Tickets für die Hin- und Rückreise. Als der betagte Bus in den Bahnhof einfährt, schwant meiner Freundin allerdings Böses.

Altes Stadttor von Sozopol, Bulgarien
Sozopol ist wirklich eine Reise wert.

Schon von Weitem sieht sie den Glimmstängel im Mund des Busfahrers. Als wir in den Bus steigen haben wir das Gefühl, eine Raucherkneipe zu betreten. Nur langsam gewöhnen wir uns auf der fast zweistündigen Fahrt über Kobleschkovo und Burgas an den beißenden Geruch von Zigaretten. Dementsprechend froh sind wir, als wir endlich in Sozopol aussteigen und an die frische Luft kommen.

Straßenschild nach Burgas, Bulgarien.
Unsere Reise führte uns wieder übers Land ...
Straße nach Burgas, Bulgarien.
... und vorbei an Burgas.

Der Anblick der kleinen Kathedrale und der daneben liegenden Ruine entschädigt uns direkt für die geruchliche Tortur der Anreise. Wir entscheiden uns, erstmal die weniger belebten Gassen der Altstadt anzusehen. Ähnlich wie in Nessebar finden wir die typischen Profanbauwerke (Mehr dazu im Artikel über Nessebar).

Kirche von St. Cyril und von St. Methodius in Sozopol, Bulgarien
Die Kirche von St. Cyril und von St. Methodius
Ruine in der Alstadt von Sozopol, Bulgarien.
Direkt neben der Kirche befindet sich eine Ruine.

Nach einer Weile finden wir eine weitere Ruine, die wohl mal eine Kirche war. Die Steilküste direkt dahinter zieht uns aber viel mehr in den Bann. Hohe Wellen treffen auf die schroffen Felswände und spritzen meterhoch. Hier bleiben wir eine Weile, um Fotos zu machen und um die Natur zu genießen.

Ruine in der Alstadt von Sozopol, Bulgarien
Von dieser Ruine ist nicht viel mehr als die Grundmauer übrig.
Küste in der Alstadt von Sozopol, Bulgarien
Die felsige Küste hat es uns echt angetan.

Die Küste von Sozopol, Bulgarien

Anschließend streifen wir durch die schmalen Gassen mit den vielen historischen Häuschen. Während wir eine kleine Verschnaufpause machen, sehen wir uns vor einem Souvenirladen ein paar Postkarten mit Motiven von Sozopol an, um zu gucken, ob wir etwas sehenswertes verpasst haben. Und tatsächlich fehlt doch noch eine Sache auf unserer imaginären „Bucket List“ - Das Tor der alten Festungsmauer.

Altes Haus in Sozopol, Bulgarien
Die Architektur der alten Häuser fanden wir schon in Nessbar vor.
Gasse in Sozopol, Bulgarien
Eine der vielen Gassen in Sozopol.

Mit dem Smartphone machen wir den Standort innerhalb weniger Sekunden ausfindig. Bevor wir dort ankommen, landen wir jedoch erstmal in einer wundervollen Bucht in der azurblaues Wasser auf weißen Sand trifft. Wir gehen barfuß ins Meer und kühlen uns so erst einmal ab.

Der Strand von Sozopol, Bulgarien.

Danach passieren wir einige gemütliche Restaurants, die direkt an den Felswänden und auf dem Weg zu den Festungsmauern liegen. Am Ziel angekommen, sind wir überwältigt vom Ausblick auf das Meer, die Natur und das historische Stadttor. Wir haben uns in dieses Fleckchen Erde wirklich verliebt und sind von Sozopol noch begeisterter, als wir es schon von Nessebar waren.

Das Tor der alten Festungsmauer in Sozopol, Bulgarien
Was für eine geniale Aussicht.
Der Hafen von Sozopol, Bulgarien
Bevor es zurück zum Hotel geht, ...
Boote im Hafen von Sozopol, Bulgarien.
... genießen wir noch ein bisschen die Ruhe im kleinen Hafen.

Von der Hitze erschöpft aber zufrieden geht es um 16:00 Uhr im selben stinkenden Bus zurück, mit dem wir gekommen sind und wir stellen einmal mehr fest, dass die bulgarischen Landstraßen die besten Tage bereits hinter sich haben. Auf einigen Abschnitten hört der Bus nicht mehr auf zu klappern und zu rütteln und ich warte nur darauf, dass einer der Fernseher von der Decke fällt. Nach eineinhalb Stunden kommen wir aber wohlbehalten wieder am Sonnenstrand an und lassen den Tag nach dem Abendessen im Hotel in der Terracebar bei kühlen Drinks ausklingen. 

Bildergalerie Sozopol

Ähnliche Beiträge

Bulgarien - Mit dem ÖPNV auf die Insel Sweta Anastasia

Nach dem Frühstück begeben wir uns auf den Weg zum Busbahnhof von Sunny Beach. Wo genau der Bahnhof ist, wissen wir zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. An der Rezeption sagt man uns nur, dass man mit dem Bus in Richtung Nessebar ungefähr 3-4 Haltestellen fahren muss. Wir starten also von der Haltestelle in der Nähe des Hotels und hoffen, dass der Busfahrer uns rechtzeitig rausschmeisst. Netterweise sagt uns der Fahrer wo wir aussteigen und lang gehen müssen, um den Bahnhof zu erreichen. Dieser liegt nicht direkt an der Hauptstraße, sondern leicht versteckt in einer Nebenstraße. Als wir dort ankommen, müssen wir uns erstmal durch die Fahrpläne auf Kyrillisch und englisch wühlen, um die richtige Verbindung für uns finden. Aber schon nach wenigen Minuten sitzen wir im Bus und es kann losgehen.

 

Mehr lesen...

Bulgarien - Zu Fuß zur Altstadt von Nessebar

Laut Google Maps ist die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte Altstadt von Nessebar zu Fuß in nur 30 Minuten von unserem Hotel zu erreichen. Also machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg um die älteste Stadt Bulgariens zu erkunden. Doch schon Vormittags brennt uns die Sonne auf den Pelzen und die Stadt scheint nach gut 30 Minuten immer noch weit entfernt.

 

Mehr lesen...

Bulgarien - Der Markt von Kableshkova

Nach einem kleinen Frühstück machen wir uns wieder einmal auf den Weg zum Busbahnhof. Schon jetzt ist die Hitze zu spüren, sodass wir uns nach Möglichkeit in den Schatten retten, der von den grossen Hotelkomplexen auf die Straßen geworfen wird. Als wir am Bahnhof ankommen herrscht schon reger Betrieb. Wir drängeln uns mit vielen anderen Menschen in die Linie 22. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir Kableshkovo.

 

Mehr lesen...


Kommentar schreiben

Kommentare: 0