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Jegindø - Urlaub am Limfjord

Text und Fotos: Dennis Gloth

Nachdem ich in den letzten Jahren schon die Insel Fyn und die Gegend von Nordjylland besucht habe, war das Reiseziel dieses Mal eine kleine Insel namens Jegindø, die im Limfjord nahe dem Festland liegt und zur Thyholm-Kommune gehört. Neben Ausflügen nach Holstebro, Struer, Lemvig und Viborg habe ich auch einige Sehenswürdigkeiten besucht, die ich hier etwas näher vorstellen werde.

Hjerl Hede, Vinderup

Beginnen möchte ich mit Hjerl Hede, einem Freilichtmuseum in Vinderup, das die Geschichte des Dorflebens von Dänemark von der Steinzeit bis vor rund 200 Jahren beleuchtet. Die Gebäude wurden aus dem ganzen Land zusammengetragen, hier wieder aufgebaut und detailgetreu eingerichtet.


Außerdem kann man in den Sommermonaten in einer traditionellen Backstube sehen, wie damals gebacken wurde oder einem Schmied über die Schulter schauen um nur einiges zu nennen. Diese Vorführungen werden nur bis August durchgeführt, so dass wir dafür leider etwas zu spät dort waren. Der Besuch hat sich aber trotzdem gelohnt. Denn auch so gab es eine ganze Menge zu sehen und zu erleben.


Informationen zu Hjerl Hede gibt es unter http://hjerlhede.dk/de

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Sneglehuset, Thyborøn

Kommen wir nun zu unserem nächsten Stopp. Dieser liegt direkt an der Nordsee. Genauer gesagt in Thyborøn. Das sogenannte Sneglehuset (Deutsch: Schneckenhaus). Das Besondere an diesem Haus ist, dass die Außenfassade komplett mit Muscheln verziert ist. Aber auch die Innenwände des Gebäudes sind vollkommen mit Muscheln bedeckt.


Neben den „Kalkschalen“ an den Wänden und in Vitrinen bietet das Sneglehuset außerdem eine Sammlung von Buddelschiffen. Vielleicht wirkt das ganze ein wenig kitschig, aber faszinierend ist das in über 25 Jahren erbaute Haus von Alfred Chr. Pedersen allemal.

 

Informationen zum Sneglehuset gibt es unter www.sneglehuset.dk/de_DE/willkommen/

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KalkGruber, Mønsted

Die dritte und letzte „Attraktion“ die ich hier näher beleuchten möchte, sind die Kalkgruben von Mønsted. Da wir einen relativ warmen Septembertag erwischt hatten, sind wir natürlich nur im T-Shirt los. Die gute Frau an der Kasse gab uns netterweise den Tipp mit auf den Weg, dass die Temperatur in den Höhlen konstant 8 Grad Celsius beträgt und es ratsam wäre, sich eine Jacke anzuziehen. Glücklicherweise haben wir den Rat befolgt, wie sich später herausstellen sollte. Denn in den Höhlen verbringt man schon eine ganze Weile.


Ich war vor gut 20 Jahren schon einmal mit meinen Eltern dort, hatte aber nur noch wenig Erinnerungen daran. Ich bin der Meinung, dass es damals sehr schmal und eng in den Höhlen war. Umso überraschter war ich, als wir uns dieses Mal in einem meterhohen und kilometerlangen Höhlenlabyrinth wiederfanden. Neben der Höhle selbst kann man sich dort einen ca. 30 minütigen Film über die Entstehung und die Geschichte der Kalkgruben ansehen. Der Film wird mit Lichteffekten, die auf den Höhlenwänden projektiert werden, abgerundet. 


In den Kalkgruben reift außerdem der berühmte Höhlenkäse von Arla. Über eine schmale Wendeltreppe gelangt man zur Käsehöhle. Leider sind die Laibe aber nur aus weiter Ferne zu sehen. Deshalb muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Treppe hinaufsteigen möchte. Im Winter bietet die Höhle zudem noch Unterschlupf für tausende Fledermäuse, die hier optimale Lebensbedingungen vorfinden.

 

Informationen zu den Kalkgruben gibt es unter www.monsted-kalkgruber.dk/de

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Ich hoffe, ich konnte euch die eine oder andere Sehenswürdigkeit etwas näher bringen oder vielleicht sogar begeistern. Wenn ihr mal Urlaub in der Gegend macht, besucht doch mal eine oder mehrere der Attraktionen. 

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